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Bürgermeisterwahl


Am 20. Juni 2021 findet die Wahl zum Bürgermeister / zur Bürgermeisterin in Walldorf statt.

Die SG Walldorf Astoria hat im Vorfeld Fragen bezüglich der Belange der SG an die Kandidaten geschickt, deren Antworten Sie hier nachlesen können.

 

Frage 1

Welche konkreten Verbesserungen wollen Sie in Ihrer Amtszeit für die Sportvereine und das Ehrenamt erreichen?

Matthias Renschler

Wir haben in Walldorf bereits ein sehr gutes Vereinsförderprogramm. Dies deckt vor allem aber nur die finanzielle Förderung ab.

Sollte ich zum Bürgermeister unserer schönen Stadt Walldorf gewählt werden, werde ich die Errichtung eines „Hauses der Vereine“ angehen. Es gibt viele Vereine in Walldorf, die kein eigenes Vereinsheim haben. Auch reichen z.B. für das Lagern von Vereinsmaterialien die vorhandenen städtischen Möglichkeiten nicht aus.

Das „Haus der Vereine“ soll hier Abhilfe schaffen; ebenso bei den dringend vermehrt benötigten Räumen für Übungs- und Gruppenstunden. Ferner werde ich mich dafür einsetzen, dass die Vereine und das Ehrenamt bei kommunalen Festen und Feierlichkeiten, wie beispielsweise der Kerwe, mehr städtische Unterstützung erhalten, unter anderem durch die Bereitstellung von Kühltheken, Spülmöglichkeiten (Stichwort: zentrale Spülmaschinen) etc.. Die Stärkung und die Wertschätzung der Vereine und des Ehrenamts zeichnet sich nicht nur durch Ehrungen aus, sondern durch konkrete Unterstützung.

Petra Wahl

Ich möchte alle Vereine mit den unterschiedlichsten Interessen gleichwertig behandeln, ohne Her-vorhebung einzelner Bereiche. Sportvereine, kulturelle Vereine und caritative Vereine sind alle auf der gleichen Ebene zu betrachten. Mit allen gleichermaßen in verstärkten Kontakt zu bleiben, um auf Veränderungen schnellstmöglich reagieren zu können, ist mir persönlich sehr wichtig.
 
Ich möchte die Kommunikation der Verwaltungsspitze mit den Vereinen verbessern, ein offenes Ohr haben und Ihre Anliegen ernst nehmen. Ratsuchende bei der Stadtverwaltung werden von mir nicht als Bittsteller erachtet, sondern als ebenbürtige Partner der Stadt. Feste Ansprechpartner für die Vereine im Rathaus müssen besser ansprechbar sein. Mindestens einmal jährlich muss ein „Runder Tisch“ der Stadt mit allen Vereinsvertretern in die Wege geleitet werden, um planen zu können, was anliegt, getrennt nach den Bereichen Sport, Kultur und Caritativ.

Der Ehrenamtsabend, der in den vergangenen Jahren mit den Sportlerehrungen zusammen gelegt wurde, finde ich nicht mehr zeitgemäß. Diesen würde ich gerne wieder trennen. Die Würdigung der einzelnen kommt hier einfach zu kurz. Für manche, der Abend zu lang, die Interessen vielmals zu weit auseinander und die stark eingeschränkte Personenzahl wegen Platzmangel in der Astoria Halle für manch ein Verein ein Ärgernis.

Die Sportvereine sind weit über unsere Grenzen hinaus bekannt sind. Sie erbringen hervorragende Leistungen und holen viele Titel in die Astorstadt. Hier sehe ich die Würdigung in einem separaten Ehrenamtsabend für alle Sportlerinnen und Sportler mit entsprechendem Rahmenprogramm.

Die Ausweitung der Corona-Hilfen und der Erlass von Gebühren / Nebenkosten der Sportstätten-nutzung, für die ich mich schon 2020 stark gemacht habe, muss für das gesamte Kalenderjahr 2021 gelten.
 
Schon zu Beginn der Standortsuche für das neue Feuerwehrhaus wurden Überlegungen angestellt, was aus dem jetzigen Feuerwehrhaus werden soll. Im Gemeinderat war man sich schnell einig, dass hier ein „Haus der Vereine“ entstehen soll. Denn viele Vereine suchen händeringend Räum-lichkeiten und Lagerplatz. Aber erst muss eben das neue Feuerwehrhaus gebaut sein. Das „Haus der Vereine“ werde ich tatkräftig unterstützen.

Nicole Marmé

  • Etablierung eines regelmäßigen Stammtisches mit der Bürgermeisterin auf dem Anliegen unbürokratisch angesprochen und Ideen ausgetauscht und diskutiert werden können. So können sich auch konkrete Konzepte und Anträge entwickeln, wobei auftauchende Schwierigkeiten evtl. schon im Vorfeld geklärt und vermieden werden.
  • Verbesserung der Sichtbarkeit der Vereine und ihrer Leistungen in der Stadtgesellschaft
  • Einrichtung eines „Tages der Vereine“, bei dem sich die Vereine präsentieren und Angebote vorstellen.
  • Nach meinen bisherigen Erfahrungen ist die finanzielle Vereinsförderung bereits auf einem hohen Niveau; punktuelle Bedarfe müssen natürlich weiter (wohlwollend) geprüft werden. Aber besonders auch für nicht finanzielle Anliegen der Vereine muss die Verwaltung und besonders die Bürgermeisterin ein offenes Ohr haben und bestmöglich unterstützen.
  • Zusammenstellung einer „Vereinsbroschüre“ (mindestens Deutsch und Englisch) für Zugezogene. Diese wird als Printversion bei der Wohnsitzanmeldung ausgehändigt oder zugesendet, damit sich Zugezogene schnell in die Walldorfer Gemeinschaft integrieren können. Dadurch können die Mitgliederzahlen der Vereine nachhaltig stabilisiert werden oder sogar steigen.
  • Das Haus der Vereine muss bedarfsorientiert umgesetzt werden.

 

Frage 2

Wie ist Ihre Meinung zu der Anregung, den Sportausschuss der Stadt auch mit Vereinsvertretern zu besetzen und nicht nur mit Parteivertretern bzw. Gemeinderäten?

Matthias Renschler

Der Sportausschuss hat neben den darin vertretenen Stadträtinnen und Stadträten bereits sachkundige Bürgerinnen und Bürger als Mitglieder. Allerdings würde ich es begrüßen und auch anregen, dass Vereinsvertreterinnen und -vertreter dem Ausschuss angehören, zumindest in beratender Funktion. So kann deren Expertise vor den zu treffenden Entscheidungen berücksichtigt werden.

Petra Wahl

Der Sportausschuss ist ein beratender Ausschuss nach § 41 Gemeindeordnung Baden-Württemberg.

In die beratenden Ausschüsse können durch den Gemeinderat sachkundige Einwohner widerruflich als Mitglieder berufen werden; ihre Zahl darf die der Gemeinderäte in den einzelnen Ausschüssen nicht erreichen. Das bedeutet es müssen immer mehr Gemeinderäte im Gremium sein als sachkundige Einwohner.

Allerdings würde ich es begrüßen, wenn auch themenbezogen fachkundige Vereinsvertreter geladen werden, damit in den Empfehlungen an den Gemeinderat die Erfahrung und das Fachwissen von Vereinsvertretern Berücksichtigung findet.

Ich stehe für einen offenen und unbürokratischen Austausch mit allen Beteiligten, um die Belange der vielen engagierten Ehrenamtlichen auch konsequent aus städtischer Seite umsetzen zu können.

Nicole Marmé

Bei einer dauerhaften Beteiligung aller Sportvereine sehe ich die Gefahr, dass der Ausschuss zu groß werden könnte und an Handlungsfähigkeit einbüßt. Das punktuelle Hinzuziehen von Experten zu verschiedenen Themen begrüße ich sehr und sehe es als Stärkung der Ausschussarbeit.

Es kann auch darüber nachgedacht werden, dass die Vereine regelmäßig in einem Rotationssystem vertreten sind oder sich mehrere Vereine zusammenschließen und einen gewählten Vertreter entsenden. So können die Vereine ihre Interessen und vor allem ihre Expertise einbringen, ohne dass das Gremium zu sehr aufgebläht wird.

 

Frage 3

Die SG Walldorf Astoria als größter Sportverein in Walldorf hat seit dem Neubau der Astoria-Halle lediglich die Geschäftsstelle in der Astoria-Halle für Sitzungen etc. zur Verfügung. Diese ist mittlerweile viel zu klein geworden, so dass für Vorstandssitzungen in Gaststätten oder ins Foyer der Astoria-Halle ausgewichen werden muss.

Bereits seit einigen Jahren sucht die SG deshalb ein Grundstück, auf dem ein  Vereinsheim mit Lagermöglichkeiten errichtet werden kann. Dieses Vereinsheim soll als Geschäftsstelle sowie für Sitzungen und interne Veranstaltungen / Feierlichkeiten genutzt werden. Momentan nutzen die einzelnen Abteilungen diverse private Lagerräumlichkeiten, verteilt in der ganzen Stadt, was aber kein Dauerzustand sein kann.

Wie stehen Sie dazu, der SG ein Grundstück zur Errichtung eines Vereinsheims mit Lagermöglichkeiten zum Kauf an zu bieten bzw. zur Verfügung zu stellen?

Matthias Renschler

Zunächst erlaube ich mir den Hinweis auf meine Antwort zu Frage 1. Ferner würde es mich, wie auch in den vergangenen Jahren, sehr freuen, wenn es der SG gelingt, ein eigenes Vereinsheim zu errichten. Wie bislang auch setze ich mich weiter dafür ein, ein geeignetes Grundstück in Walldorf und/oder einen Kooperationsverein zu finden.

Petra Wahl

Ihr Wunsch nach einem eigenen Vereinsheim – die SG Astoria ist ja ein recht großer Verein mit zahlreichen Abteilungen – ist für mich nachvollziehbar. Die Suche nach einem geeigneten Grundstück werde ich mit Nachdruck unterstützen. Gemeinsam mit der Verwaltung und dem Gemeinderat müssen wir hierfür nach geeigneten Grundstücken Ausschau halten. Sinnvoll wäre hier der Bereich Schulzentrum / Sportstätten, da dort kurze Wege und Synergien möglich sind.

Im Bebauungsplan „Schul-, Sport- und Bäderpark 1. Erweiterung“ ist für eine Erweiterung sportlicher Einrichtungen noch Potenzial vorhanden. Vorstellbar aus meiner Sicht wäre der Bereich direkt angrenzend an die neue Sporthalle Schulzentrum.

Das Areal dort wurde bereits aus dem Waldverband herausgenommen, und wäre einfach und schnell umzusetzen. Alternative Standorte im Norden oder Osten Walldorfs machen schlichtweg für mich keinen Sinn.

Nicole Marmé

Der Flächenbedarf der SG Astoria ist unbestritten und geht über die anteilige Nutzung eines Hauses der Vereine hinaus. Insgesamt sind Provisorien, wie in der vorliegenden Form natürlich unbefriedigend und insbesondere die Möglichkeit eines vereinseigenen Neubaus auf einem eigenen Grundstück unterstütze ich im Rahmen meiner Möglichkeiten ausdrücklich.

Jedoch sind Flächen knapp und es gibt immer viele berechtigte Nutzungswünsche. Für kreative Lösungsvorschläge bin ich aber offen und hoffe sehr, dass wir gemeinsam eine gute und langfristige Lösung finden können.

 

Frage 4

Die Freiwillige Feuerwehr erhält übergangsweise bis zur Fertigstellung des neuen Feuerwehrhauses eine neu zu errichtende Halle gegenüber dem jetzigen Feuerwehrhaus.
Sehen Sie eine Möglichkeit, diese Halle danach in eine Sporthalle umzubauen?
Dies würde allen sportlich Aktiven zu Gute kommen, da die vorhandenen Hallenzeiten für den Mannschafts- und Freizeitsport bereits jetzt nicht mehr ausreichen.

Matthias Renschler

Bei der angesprochenen Halle für die Feuerwehr handelt es sich um eine reine Interimshalle für Fahrzeuge und Material, die nach meinem Kenntnisstand nicht geeignet ist, in eine Sporthalle umgewandelt oder umgebaut zu werden. Das Gelände selbst sollte aus meiner Sicht zudem für die Errichtung des dringend benötigten weiteren Alten- und Pflegeheims mit Demenzstation und Tagespflege bzw. der Erweiterung des Astor-Stift in Betracht gezogen werden. Das alte Feuerwehrhaus könnte allerdings aus meiner Sicht dann zum „Haus der Vereine“ umgebaut werden. Die alte Sporthalle der Schillerschule, die genau nebenan steht, könnte ebenfalls in diese Planung mit einbezogen, modernisiert oder durch einen Neubau ersetzt werden, um mehr Platz zu erhalten und um damit weitere Hallenzeiten für den Mannschafts- und Freizeitsport zu schaffen. Ein Vorteil des Umbaus der alten Schillerschulsporthalle oder eines Neubaus wäre, dass die Planung jetzt schon angegangen werden könnte.

Petra Wahl

Die Feuerwehrhalle, die zurzeit entsteht, soll nach Fertigstellung des neuen Feuerwehrhauses abgebaut und an anderer Stelle wieder aufgebaut werden. Für den Bau wurde extra eine Konstruktion gewählt, die dies ermöglicht. Die künftige Nutzung der Halle ist noch nicht bekannt.

Hier kann gerne geprüft werden, inwieweit sie sich eignet, um als funktionale Sporthalle Verwendung zu finden. Für eine Prüfung stehe ich offen. Dann ist auch gegebenenfalls eine Umsetzung der Halle auf das o. g. Areal möglich.

Nicole Marmé

Nach meiner Recherche ist die Interimshalle der Feuerwehr reversibel und an anderer Stelle flexibel einsetzbar. Am bestehenden Standort kann sie nicht verbleiben, da dort verschiedene andere städtebauliche Überlegungen im Gange sind. Ob sich die Halle für sportliche Nutzungen im weitesten Sinne eignet (Größe/Fläche), müsste geprüft werden, zumal sanitäre Anlagen zu ergänzen wären. Der Bedarf einer weiteren Sporthalle müsste unabhängig davon ermittelt werden.